Wartungs- und Pflegehinweise

PG Glasbau GmbH – Vertrauen Sie auf unsere Erfahrung

 

Werterhaltung

Alle Baustoffe, wie Fensterrahmen, Anstriche, Dichtstoffe bzw. Profildichtungen, unterliegen einem natürlichen Alterungsprozess. Zur Aufrechterhaltung des Garatieanspruchs und zur Verlängerung der Lebensdauer des Isolierglases ist es unumgänglich, regelmäßige Funktionsprüfungen durchzuführen. Alle notwendigen Wartungsarbeiten, wie Erneuerung des Fensterrahmenanstrichs, Überprüfung der Abdichtung, Fensterrahmenisolierglas oder Glas, der Lüftungs- und der Dampfdruckausgleichsöffnungen usw. müssen rechzeitig und regelmäßig vorgenommen werden.

Oberflächenschäden

Zahlreiche Faktoren können zur Beschädigung von Glasoberflächen führen. Schutzmaßnahmen sind aufgrund der vor Ort bestehenden Verhältnisse zu ergreifen.

Schweiß -/ Schleifarbeiten

Schweiß – bzw. Schleifarbeiten im Fensterbereich erfordern einen wirksamen Schutz der Glasoberfläche gegen Schweißperlen, Funkenflug u.ä.

Verätzung / Auslagerung

Oberflächenverätzungen der Glasscheibe können durch Chemikalien eintreten, die in Baumaterialien und Reinigungsmittel enthalten sind. Insbesondere bei Langzeiteinwirkungen führen solche Chemikalien ( z.B. Erdalkalien, saure Lösungen ) zu bleibenden Verätzungen. Die gilt auch für frischen Beton, Putz, Kalk usw. wenn diese Materialien mit der Glasoberfläche in Kontakt kommen.

Wasserschäden

Auch die Langzeitwirkung von Wasser kann zu Oberflächenschäden führen, insbesondere dann, wenn vor der Baureinigung lange Zeit eine starke Verschmutzung auf die Scheiben eingewirkt hat. Scheiben müssen regelmäßig gereinigt werden, u.U. auch wärend der Bauphase.

Schlierenbildung auf Glasoberflächen durch Abrieb von Verglasunsdichtstoffen

In manchen Fällen wird nach dem Einbau von Verglasungen oder nach dem Reinigen auf der äußeren und inneren Glasoberfläche Schlierbildung festgestellt, die sich schwer beseitigen lässt. Besonders deutlich sichtbar wird dieser Effekt wenn Sonnenlicht direkt auf die Verglasung trifft. Erfahrungsgemäß handelt es sich bei Schlierenbildung um Kontamination der Glasoberflächen durch Dichtstoffbestandteile und/oder Dichtstoffinhaltsstoffe, die durch mechanische Belastung ( Abrieb ) z.B. bei der Fensterreinigung entstehen kann. Bei einer Glasabdichtung mit Trockenverglasungsprofilen kann Gleitmittel den Profilen den gleichen Effekt hervorrufen.

Ist es zu einer Verunreinigung der Glasoberflächen gekommen ist man allenfalls mit Spezial-Reinigungsmitteln wie z.B. Glaspoliermittel oder hohem Arbeitsaufwnd in der Lage ein schlierenfreies Glas zu erhalten. Bei Beschichtungen auf der Außenseite der Verglasung scheidet dieses verfahren aber aus. Wird die Fensterfläche erneut gereinigt, besteht die Gefahr, dass vom Verglasungsdichtstoff aus erneut eine Kontamination stattfindet. Grundsätzlich sollte die Reinigung der Dichtstoffoberfläche mit einem feuchten, weichen Stofftuch mit handelsüblichen Fensterreinigungsmitteln erfolgen. Bei starker Verschmutzung sollte die Dichtstoffoberfläche mit Spiritus gereinigt werden. Agressive Reinigungsmittel und Putztücher sollen auf jeden Fall vermieden werden.

Unabhängig davon besteht auch die Möglichkeit dass sich flüchtige Bestandteile aus angrenzenden Bauteilen, z.B. aus Wandfarben, als ” fogging” niederschlagen. Diese lassen sich aber meist durch gründliche Reinigung dauerhaft entfernen.

Scheibenreinigung

Die Scheibenreinigung sowie die Entfernung der Etiketten- und Distanzplätzchen haben mit milden Reinigungsmitteln bauseits zu erfolgen. Scheibenverunreinigungen, die im üblichen Nassverfahren mit viel Wasser, Schwamm, Abstreifer, Fensterleder oder Handelsüblichen Sprühreinigern und Lappen nicht zu entfernen sind, können mit feiner Industriewolle oder Haushaltsputzmitteln ( z.B. Stahlfix, Sidolin) beseitigt werden. Kratzende Werkzeuge, Rasierklingen und Schaber sind zu vermeiden, da sie Kratzspuren in der Oberfläche verursachen können. Insbesondere sind Zementschlämme und Absonderungen von Baustoffen sofort zu entfernen, da sonst eine Verätzung der Glasoberfläche eintritt, die zur Erblindung des Glases führen kann. Sollten beim Glätten von Versiegelungsstufen Rückstände entstehen, müssen diese sofort entfernt werden.

Verbundsicherheitsglas

Für Verbundsicherheitsglas gelten grundsätzlich die allgemeinen Reinigungsempfehlungen. Ergänzend dazu kann mann bei Verglasungen mit freistehenden Kanten bei Anwendung von Spiritus und Alkohol sowie Reinigungsmitteln, welche diese Substanzen konzentriert enthalten, mit örtlicher Trübung oder Delaminisation rechnen.

Wir empfehlen diese Reinigungsmittel nicht einzusetzen.

Für metalloxidbeschichtete Gläser gelten spezielle Reinigungsvorschriften

Normale Verunreinigungen werden wie oben beschrieben entfernt, jedoch dürfen keine abrasiven Reinigungsmaterialien, z.B. Scheuermittel oder Stahlwolle, verwendet werden. Hartnäckige Verunreinigungen, z.B. Farb-oder Teerspritzer oder Kleberrückstände, sollten mit geeigneten Lösungsmitteln, z.B. Spiritus, Azeton oder Waschbenzin gelöst und anschliesend mit Wasser nachgereinigt werden.

Bei der Reinigung mit Lösungsmitteln ist darauf zu achten, dass der Isolierglas-Randverbund, Dichtungen oder andere organische Bauteile (z.B. Silikonfugen) nicht beschädigt werden.

Ungeeignete Reinigungsmittel

Zur Reinigung von Verglasungen sollen niemals stark alkalische Waschlaugen sowie Säuren, insbesondere Flusssäure sowie fluoridhaltige Reinigungsmittel verwedet werden. Diese Lösungen können die Beschichtung wie auch die Glasoberfläche zerstören und somit zu irreparablen Beschädigungen führen.

Die Reinigung von Fassaden und damit Glas sollte in Anlehnung an “Reinigung von Metallfassaden, Gütesicherung RAL GZ 632” erfolgen.

Reinigung von satiniertem Glas

Satieniertes Glas besitzt auf einer Seite eine leicht raue Oberfläche. Durch die raue Oberfläche kann es zu einer leichten Verschmutzung gegenüber glatten Glasoberflächen kommen. Um die Werterhaltung von satienirtem Glas beizubehalten, ist es notwendig diese mit größerer Sorgfalt als andere Glasoberflächen zu behandeln.

Die Reinigung darf nur mit silikon und säurefreien Reinigungsmitteln erfolgen. Zur Reinigung von Verglasungen sollten niemals alkalische Waschlaugen sowie Ölsäuren, insbesondere Flusssäure sowie fluoridhaltige Reinigungsmittel verwendet werden.

Die Scheibenreinigung sowie die Entfernung von eventuellen Transport- oder Etikettenrückständen von Distanzplätzchen haben mit milden Reinigungsmitteln bauseits zu erfolgen. Die Scheibenverunreinigungen sind im üblichen Nassverfahren mit viel Wasser, Schwamm, Abstreifer, Fensterleder oder handelsüblichen Sprühreinigern durchzuführen. Bei hartnäckigeren Verschmutzungen die mit einfachen Reinigungsmittel nicht entfernt werden können, sollen mit speziellen Reinigungsmiteln ( z.B. Pril, Ajax o.ä. ) vorbehandelt werden. Eine Nachreinigung im üblichen Nassverfahren wir in jedem Fall empfohlen. Der Einsatz von Dampfreinigungsgeräten mit integrierter Absaugung erzielt bei hartnäckiger Verschmutzung ebenfalls gute Ergebnisse.

Starke Verschmutzungen sollen mit geeigneten Lösungsmitteln und keinesfalls mit metallischen Gegenständen ( z.B. Rasierklingen oder Stahlwolle ) entfernt werden. Reinigungsmittel welche abrasive Partikel enthalten werden nicht empfohlen. Hartnäckige Verunreinigungen, z.B. Farb -oder Teerspritzer oder Kleberrückstände sollten mit geeigneten Lösungsmitteln, z.B. Spiritus, Azeton, oder Waschbenzin, gelöst und anschließend nachgereinigt werden. Bei der Anwendung von Lösungsmitteln ist darauf zu achten, dass Dichtungen oder andere organische Bauteile nicht beschädigt werden.

Häufig entstehen beim Verputzen von Räumen Verunreinigungen der Glasoberfläche. Kalkbestandteile im Mörtel greifen die Glasoberfläche an, sofern sie nicht sofort mit einem Schwamm und viel Wasser entfernt werden.

Aufgrund der Vielfalt von Verunreinigungsmöglichkeiten können nicht für alle Fälle Empfehlungen abgegeben werden. Bei besonders hartnäckigen Verschmutzungen sind Vorversuche an unzugänglichen Stellen zu empfehlen. Die von uns gemachten Angaben sind Empfehlungen, berufen auf mehrjähriger Erfahrung und stellen keinen Anspruch auf Vollständigkeit dar. Die Anwendungsempfehlungen der Reinigungsmittel sind zu berücksichtigen.

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